„Kann ich durch meine Ernährung beeinflussen, wie sich meine Neurodermitis entwickelt?“ Diese Frage stellen sich viele Betroffene – besonders dann, wenn bestimmte Lebensmittel scheinbar mit Hautveränderungen oder stärkeren Beschwerden zusammenfallen.
Tatsächlich kann Ernährung bei Neurodermitis ein interessantes Thema sein. Eine „Neurodermitis-Diät“ gibt es jedoch nicht und Lebensmittel wirken sich nicht bei jedem Menschen gleich aus. Vielmehr kommt es auf individuelle Verträglichkeiten, die persönliche Ernährung und weitere Faktoren an.
Kann Ernährung Neurodermitis beeinflussen?
Ernährung kann bei Neurodermitis eine Rolle spielen, allerdings nicht bei jedem Menschen auf die gleiche Weise. Bestimmte Lebensmittel können bei einzelnen Personen Beschwerden verstärken – zum Beispiel dann, wenn eine nachgewiesene Lebensmittelallergie besteht. Eine Lebensmittelallergie ist jedoch nicht grundsätzlich die Ursache von Neurodermitis.
Gleichzeitig benötigt der Körper verschiedene Nährstoffe, um unter anderem Haut, Hautbarriere und Immunsystem zu versorgen. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Eiweiß, Vitaminen, Mineralstoffen und gesunden Fetten kann deshalb eine sinnvolle Grundlage für den Körper und damit auch für die Haut bilden.
Sollte man bestimmte Lebensmittel meiden?
Grundsätzlich gibt es keine offizielle Liste von Lebensmitteln, die Menschen mit Neurodermitis meiden sollten. Ob bestimmte Lebensmittel die Haut beeinflussen, ist individuell und kann beispielsweise bei einer bestehenden Lebensmittelallergie eine Rolle spielen. Deshalb ist es nicht sinnvoll, vorsorglich ganze Lebensmittelgruppen wie Milchprodukte, Gluten oder Nüsse aus der Ernährung zu streichen.
Wer einen Zusammenhang zwischen einem Lebensmittel und den eigenen Hautbeschwerden vermutet, kann zunächst beobachten, wann Beschwerden auftreten und was vorher gegessen wurde. Bei wiederkehrenden oder deutlichen Reaktionen sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Was kann eine ausgewogene Ernährung beitragen?
Eine abwechslungsreiche Ernährung versorgt den Körper mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Eiweiß, Fettsäuren und weiteren Nährstoffen. Sie ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil eines insgesamt gesunden Lebensstils.
Das bedeutet allerdings nicht, dass eine bestimmte Ernährung Neurodermitis heilen oder Schübe sicher verhindern kann. Ernährung kann ein Teil des Gesamtbildes sein – sie ersetzt jedoch keine medizinische Behandlung oder geeignete Hautpflege.
Hautpflege bleibt wichtig
Auch wenn die Ernährung bei manchen Betroffenen eine Rolle spielen kann, solltest du die tägliche Hautpflege nicht außer Acht lassen. Bei Neurodermitis kann die Hautbarriere beeinträchtigt sein und dadurch leichter Feuchtigkeit verlieren.
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Zwischen Ernährung und Neurodermitis kann es einen Zusammenhang geben - aber nicht grundlegend. Jeder Mensch reagiert unterschiedlich, weshalb es sinnvoller ist, die eigene Haut und mögliche Zusammenhänge aufmerksam zu beobachten, statt vorsorglich auf viele Lebensmittel zu verzichten.
Eine Kombination aus einer ausgewogenen Ernährung, einer passenden Hautpflege und einem guten Blick für die eigenen Bedürfnisse kann dabei helfen, bewusster mit Neurodermitis umzugehen.

